Dr. Jens Brandenburg

Unbesetzte Stellen von heute sind Fachkräftemangel von morgen

Mehr Investitionen in berufliche Bildung dringend nötig

Zum heute vorgestellten Berufsbildungsbericht der Bundesregierung erklärt der Sprecher für Studium, berufliche Bildung und lebenslanges Lernen Dr. Jens Brandenburg:

"Der Berufsbildungsbericht ist besorgniserregend, sobald man an der Oberfläche kratzt. Trotz der soliden wirtschaftlichen Lage und 49.000 offener Ausbildungsstellen finden 24.000 Bewerberinnen und Bewerber keinen passenden Ausbildungsplatz. Immer mehr junge Menschen stehen am Ende ganz ohne eine abgeschlossene Ausbildung da. Je nach Region und Berufsbild klaffen Angebot und Nachfrage weit auseinander. Die unbesetzten Stellen von heute sind der Fachkräftemangel von morgen. Ministerin Karliczek muss jetzt dringend in die Berufsorientierung und begleitende Beratung investieren und die regionale Mobilität fördern. Es wird Zeit, endlich wieder mehr junge Menschen für eine berufliche Ausbildung zu begeistern. Digitalisierung und europäische Austauschprogramme wollen wir in der Fläche vorantreiben. Es braucht eine Exzellenzinitiative für die berufliche Bildung."