Dr. Jens Brandenburg

Startchancen-Programm revolutioniert Bildungslandschaft

Startchancen-Programm

Am Freitag haben Bund und Länder das Startchancen-Programm nach intensiven Verhandlungen final geeint und vorgestellt. Das von Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger initiierte Startchancen-Programm im Umfang von 20 Milliarden Euro läutet einen überfälligen Paradigmenwechsel in der Bildungspolitik ein. Dazu erklärt Dr. Jens Brandenburg MdB, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung: „Mit dem Startchancen-Programm entkoppeln wir die Bildungschancen vom Elternhaus. Zukünftig soll nicht mehr die Herkunft für den Schulabschluss eines Kindes entscheidend sein.“ 

Ab dem Schulstart 2024/2025 werden 4000 Schulen in Deutschland gefördert, die einen hohen Anteil von sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern aufweisen. „Die Unterstützung fußt auf drei wichtigen Säulen: Mit moderner Ausstattung, einem frei verfügbaren Chancenbudget für die Schulen und multiprofessionellen Teams helfen wir gezielt den Schülerinnen und Schülern, die aufgrund ihrer Herkunft vor größeren Herausforderungen stehen“, so Brandenburg.

Als Verteilungsgrundlage der Gelder dient erstmals nicht der sogenannte Königsteiner Schlüssel, sondern ein Sozialindex. „Das ist ein echter Gamechanger. Dort, wo der Bedarf am dringendsten ist und die Herausforderungen für Kinder und Jugendliche am größten sind, sollen Startchancen-Schulen entstehen und am meisten Unterstützung erhalten“, erklärte Brandenburg. „Indem wir allen jungen Menschen echte Startchancen ins Leben geben, legen wir das Fundament für das Aufstiegsversprechen“, sagte Brandenburg weiter.

Zum Hintergrund:

Das heute beschlossene Startchancen-Programm ist das größte und langfristigste Bildungsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Der Bund investiert eine Bildungsmilliarde jährlich in unsere allgemeinbildenden Schulen. Die Länder beteiligen sich in gleicher Höhe. Das sind 20 Milliarden Euro Zukunftsinvestitionen in den nächsten 10 Jahren. Mit dem Startchancen-Programm wird ganz konkret in drei Säulen gefördert: 40 Prozent der Fördermittel werden für ein Investitionsprogramm eingesetzt, das eine zeitgemäße und förderliche Lernumgebung an den Startchancen-Schulen schafft. 30 Prozent der Mittel fließen als Chancenbudget in bedarfsgerechte Maßnahmen der Schul- und Unterrichtsentwicklung. Weitere 30 Prozent der Mittel des Bundes werden für die Stärkung multiprofessioneller Teams

aufgewendet. Zudem wird der Erfolg des Startchancen-Programms durch wissenschaftliche Begleitung, eine wirkungsorientierte Evaluation und ein aussagekräftiges Monitoring während der gesamten

Laufzeit sichergestellt. Ziel ist es, die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die die Mindeststandards im Lesen, Schreiben und Rechnen nicht erreichen, an den Startchancen-Schulen zu halbieren.